Kreiszeltlager 2018

In der vergangenen Woche fand das alljährliche Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Bürstadt statt. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr sowie des 10-jährigen Bestehens der Kinderfeuerwehr hat sich die Jugendfeuerwehr sowie die Stadtverwaltung entschlossen, auf dem Gelände des so genannten „Freizeitkickers“ eines der größten Jugendfeuerwehrzeltlager in ganz Hessen zu beherbergen. Am Mittwoch konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Lutz Machleid zusammen mit Kreisbrandinspektor und Verbandsvorsitzenden Wolfgang Müller und Landrat Christian Engelhardt das Zeltlager eröffnen.
Dort zelteten etwa 1.200 Jugendliche sowie deren Jugendwarte und Betreuer bei hochsommerlichen Temperaturen von Mittwoch bis Sonntag. Den Temperaturen war es wohl auch zu verdanken, dass die 2.000 vergünstigten Karten für das naheliegende Schwimmbad bereits am Samstagmorgen vergriffen waren.
Auch in diesem Zeltlager fanden wieder die Abnahmen der Jugendflammen 2 und 3 (am Donnerstag) sowie der Leistungsspange (am Samstagmorgen) statt. Gezittert haben wohl alle Bewerber sowie deren Betreuer, bis dann am Samstagabend die erlösende Nachricht kam: alle Bewerber haben in die jeweils angestrebten Auszeichnungen erhalten. Insgesamt haben so 40 Jugendliche die Jugendflamme 2, 13 Jugendliche die Jugendflamme 3 sowie die Teilnehmer von 10 Gruppen die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr, erhalten.
Neben den feuerwehrtechnisch-geprägten Wettbewerben gab es auch wieder viele kleinere Wettkämpfe – etwa ein Volleyballturnier, ein Nagelwettbewerb sowie ein Tauzieh-Wettbewerb, welche alle von den teilnehmenden Jugendfeuerwehren organisiert und durchgeführt wurden.
Aber auch viele Workshops wurden angeboten: so konnte das Bürstädter Nibelungenhort, eine Indoor-Rollenspiel-Anlage, vergünstigt besuchen, versuchen, beim Bürstädter PBC mit Pfeil und Bogen oder beim Schützenverein Bürstadt mit der Waffe möglichst viele Punkte zu treffen oder die Berufsfeuerwehrwachen in Mannheim und Worms besichtigen. Auch wurde eine Erweiterung für den „normalen“ Erste-Hilfe-Kurs angeboten, da dieser für die Feuerwehr und deren Grundlehrgang nicht ausreicht. So übten etwa 30 interessierte Lagerteilnehmer sich in den Grundlagen der medizinischen Versorgung.
Und auch für das leibliche Wohl wurde rundum gesorgt, das Küchenteam des Malteser-Hilfsdienstes unter der Leitung von Alexander Weber hat hierfür ihr Bestes gegeben. So konnten wie in den vergangenen Jahren alle Teilnehmer versorgt werden und niemand stieg mit einem leeren Magen vom Essen auf. Für die Getränke hat sich der Löschbezirk 4 wieder etwas Besonderes einfallen lassen und so wurden „Slush-Eis“ sowie Cocktails verkauft.
Und zu guter Schluss sei auch angemerkt, dass wir – dank einer LED-Leinwand – auch am Mittwoch die Fußballspiele der Deutschen Mannschaft mitverfolgt haben, natürlich geprägt von Frust einiger, die sich das Ergebnis anders erhofft hatten.
Zum Schluss möchten wir uns bei euch bedanken – es war insgesamt ein sehr ruhiges und angenehmes Zeltlager. Auch vielen Dank an die Vereine, die Workshops anboten, an die Stadt Bürstadt für die Bereitstellung des Platzes sowie der gemeinsamen Zusammenarbeit sowie den Maltesern, die nicht nur die medizinische Betreuung übernommen haben, sondern auch den Großteil der Arbeit in der Küche gestemmt haben. Ein besonderer Dank gilt zudem allen Helfern, die sich rund um die Uhr darum gekümmert haben, dass es Essen gibt, dass die Abflüsse nicht verstopften und dass es auf dem Platz geordnet zugeht!
In diesem Sinne freuen wir uns schon auf nächstes Jahr, wenn das Zeltlager in Bensheim, auf dem Gelände des Weiherhausstadions stattfinden wird.