Bundeswettbewerb

2015_Bundeswettbewerb_001Jugendfeuerwehren messen sich gegenseitig beim Bundeswettbewerb auf Kreisebene

In strömendem Regen liefen die Nachwuchsbrandschützer ins Waldstadion ein. Dort fand nämlich am Samstagvormittag der Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren (JF) aus dem Kreis Bergstraße statt. Insgesamt acht Mannschaften beteiligten sich mit einer Gruppe oder Staffel daran. Zwei Disziplinen mussten die Jugendlichen bewältigen: ein Löschangriff und einen Staffellauf mit eingebauten Aufgaben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Feuerwehrgerätehaus erfolgte die Siegerehrung. Platz 1 belegte beim Staffelwettbewerb die JF Einhausen. Die JF Lorsch schaffte es beim Gruppenwettbewerb auf das Siegertreppchen.
Zunächst machten sich aber alle teilnehmenden Mannschaften auf den Weg nach Viernheim. Um 8 Uhr hatten die Kameraden dort ein Frühstück vorbereitet. Schließlich soll und darf ja bei den Wettkämpfen niemand schlapp machen. Kreisjugendfeuerwehrwart Lutz Machleid begrüßte die vielen Jugendlichen aus den insgesamt acht Mannschaften. Zum 2. Mal war es im Kreis Bergstraße auch möglich, mit einer Staffel (bestehend aus sechs Leuten) teilzunehmen. Von denen gab insgesamt drei Stück sowie fünf Gruppen (bestehend aus neun Leuten). Im Mittelpunkt des Wettbewerbes stand zwar das Gewissen, jedoch sollte der Spaß ebenso nicht zu kurz kommen.

“Die Jugendfeuerwehr ist eine Säule, auf die wir bauen, auch gerade in Hinsicht auf die örtliche Gefahrenabwehr. Deutschland ist eins der wenigen Länder, in denen die Feuerwehren größtenteils auf ehrenamtlicher Ebene tätig sind”, betonte der Dezernent für Gefahrenabwehr des Kreises Bergstraße, Matthias Schimpf. Zudem überbrachte er die Grußworte des ebenfalls anwesenden Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister. Die Feuerwehr ist eine Sache, bei der viel Engagement nötig ist. “Dabei ist es nicht selbstverständlich, neben Schule oder Ausbildung diese Verpflichtung wahrzunehmen. Hier meine größte Anerkennung vor diesen Menschen”, so Schimpf weiter. Viernheims Jugendfeuerwehrwartin Elena Sax erklärte kurz den Ablauf, bevor sich alle in Richtung Waldstadion machten – leider bei strömendem Regen.
Vor sich hatten die Mannschaften zwei Disziplinen. Auf dem Rasenfeld galt es einen Löschangriff vorzuführen. Die eingesetzten Wertungsrichter achteten auf jedes noch so kleine Detail. Jeder Jugendliche hatte eine Funktion, mit der bestimmte Aufgaben verbunden waren. Farbliche Westen sorgten hier für eine bessere Übersicht. Der Löschangriff musste mittels einer Pumpe, Schläuchen und Hindernissen aufgebaut werden. Während des Wettkampfes war höchste Konzentration gefragt, auch wenn den Teilnehmern immer die Zeit im Nacken lag.

JF-Bundeswettbewerb_3Als zweite Aufgabe legten die Jugendfeuerwehren eine Strecke von 400 Metern zurück. Dabei mussten sie zudem einen Verletzten auf einer Krankentrage transportieren und ein Strahlrohr zusammenkuppeln. Schnelligkeit, Ausführung und Diszipin bewerteten die Wertungsrichter. Alle Ergebnisse pflegten die Verantwortlichen nach der Durchführung in ein speziell für solche Wettkämpfe entwickeltes Programm ein. Großes Rechnen bei der Vielzahl von unterschiedlichen Punkten entfiel somit.
Bei einer Bratwurst mit Brötchen und einem Getränk stärkten sich die Teilnehmer nach dem anstrengenden Wettkampf. Für diese Verpflegung erklärte sich jeweils die ausrichtende Feuerwehr bereit, in dem Fall die Viernheimer Jugend mit Unterstützung der Einsatzabteilung um den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Michael Ahnert. Ebenfalls befand sich der Malteser Hilfsdienst vor Ort und führte einen Sanitätsdienst durch.

Unterstützung durch Bundestagsabgeordnete Lambrecht
Kreisjugendfeuerwehrwart Machleid dankte kurz vor der offiziellen Siegerehrung allen Beteiligten. Trotz des regnerischen Anfangs kannten die Nachwuchsbrandschützer keine Hemmungen und stellten sich ihrer Aufgaben. Inzwischen fand sich die Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht ein. Für die Viernheimerin war es selbstverständlich, die Anschaffung der Pokale finanziell zu unterstützen. “Ich finde es immer wieder toll, wenn Jugendliche die Arbeit der Feuerwehr kennenlernen. Schon in der Jugendabteilung wird die Grundlage geschaffen, sich später vielleicht als aktiver Feuerwehrmann zu engagieren”, sagte Lambrecht.
Nacheinander wurden die Mannschaften aufgerufen und bekamen von Wettbewerbsleiterin Sabrina Kern die Urkunden, und für die besten auch Pokale, überreicht. Am 26. September findet in Hessennaue (Landkreis Groß-Gerau) der Südhessenpokal für die fünf südlichsten Kreise statt. Hier nehmen die 2. und 3. Plätze (Staffel) sowie die 3. bis 5. Plätze (Gruppe) teil.

Auf den 13. September stattfindenen Landesentscheid in Lorsch kommt der 1. Platz (Staffel) sowie Plätze 1 und 2 (Gruppe).

Platzierungen des Staffelwettbewerbs: 1. Platz: JF Einhausen (1.407 Punkte), 2. Platz: JF Rimbach (1.352 Punkte), 3. Platz: JF Bobstadt (1.278 Punkte)

Platzierungen des Gruppenwettbewerbs: 1. Platz: JF Lorsch (1.421,0 Punkte), 2. Platz: JF Heppenheim (1.370,0 Punkte), Wald-Erlenbach (1.367,0 Punkte), Beedenkirchen (1.366,0 Punkte), Wald-Michelbach/ Scharbach Kreidach (1.171,7 Punkte)